Mühlviertel pur entdecken und genießen
Brettljause


Brettljause

er Mühlviertler liebt seine Brettljause. Ein Holzteller, gefüllt mit deftigen regionalen Schmankerln und dazu herzhaftes Bauernbrot, bestrichen mit frischer Landbutter – mehr braucht es nicht, um dem Liebhaber des rustikalen Genusses ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Der traditionelle Imbiss, in Bayern als Brotzeit und im Südtirol als Marende bekannt, wurde früher von den hart arbeitenden Bauern, Landarbeitern und Handwerkern als stärkende Zwischenmahlzeit eingenommen. Heute findet sich die reichhaltige Platte auf fast jeder Jausenkarte der heimischen Landgastronomie und versteht sich mit seinen bodenständigen Gaumenfreuden als ein kulinarischer Botschafter der Region.
     »Wos der Bauer net kennt, des isst er ned« lautet ein landläufiges Sprichwort. Demzufolge besteht eine Brettljause im Wesentlichen aus allem, was ein Mühlviertler Bauernhof an Selbsterzeugtem zu bieten hatte: Geselchtes, kaltes Schweins- und Surbratl, Käse, verschiedene Aufstriche, Gurkerl und frisch gerissener Kren. Dazu reicht man duftendes Schwarzbrot.
   Das Holzteller tut sein übriges, um die würzig-scharf-rauchige Duft-Melange zur Entfaltung zu bringen. Die Jausenbretter wurden auf den Höfen, wie viele andere Gegenstände des täglichen Gebrauchs, selber hergestellt. Denn Holz war der Rohstoff, der immer zur Verfügung stand. Geschirr aus Steingut kam im bäuerlichen Umfeld nur für Hauptmahlzeiten zur Verwendung - daher der Name »Brett‘ljause«.
     Trinkt man in der Steiermark zur Brettljause ein Gläschen Wein dazu, muss es im Mühlviertel das flüssige, goldgelbe Urgestein aus der hauseigenen Kellerei sein -  der Most.